Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
Vier Schritte Modell  der GFK

Beobachtung – Gefühl – Bedürfnis – Bitte

In jedem Gespräch kommen diese 4 „Zutaten“ vor, wobei die Reihenfolge eingehalten werden kann, aber nicht muss.

Beobachtung bedeutet, eine konkrete Handlung (oder Unterlassung) zu beschreiben, ohne sie mit einer Bewertung oder Interpretation zu vermischen. Eine Beobachtung kann jeder sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken

Eine Beobachtung beschreibt eine Tatsache, konkret und wertneutral.
Wie ein Foto, Ton- oder Filmmitschnitt…

Es geht hierbei darum, nicht zu interpretieren oder zu bewerten, sondern die Bewertung von der Beobachtung zu trennen, so dass das Gegenüber Bescheid weiß, worauf man sich bezieht.

Die Beobachtung löst ein Gefühl aus, das im Körper wahrnehmbar ist.
Gefühle sind laut GFK Ausdruck dessen, ob ein Bedürfnis gerade erfüllt ist oder nicht, eine Art Indikator.
Gefühle stehen mit dem Bedürfnis in Verbindung.

Das Vier Schritte Modell in der Gewaltfreien Kommunikation: Beobachtung – Gefühl – Bedürfnis – BitteMit Bedürfnis sind allgemeine Qualitäten gemeint, die vermutlich jeder Mensch gerne in seinem Leben hätte, wie zum Beispiel Sicherheit, Verständnis, Kontakt, Sinn usw. Bedürfnisse sind universell bei allen Menschen auf der Welt dieselben. Bedürfnisse sind unabhängig von einer Person, einer bestimmten Zeit oder einem konkreten Ort. Für den einfühlsamen Kontakt sind Bedürfnisse sehr wichtig, da sie den Weg zu einer kreativen Lösung weisen, die für alle Beteiligten passt.

Aus dem Bedürfnis geht schließlich eine Bitte um eine konkrete, praktisch machbare Handlung im Hier und Jetzt hervor. Rosenberg schlägt vor, Bitten in einer „positiven Handlungssprache“ zu formulieren – sprich, zu sagen, was man will, statt was man nicht will.

Man kann unterscheiden zwischen

  • einer Handlungsbitte (beispielsweise darum, jetzt die Geschirrspülmaschine auszuräumen) oder
  • einer Beziehungsbitte (beispielsweise um eine Beschreibung der eigenen Empfindungen - „…. Wie geht es dir damit…?“) oder
  • einer Verständnisbitte (beispielsweise: „… kannst du mir mit deinen eigenen Worten sagen, was du verstanden hast?“)